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Branchentransferstelle Logistik - Zentrale Anlaufstelle für Logistikinnovationen in Berlin-Brandenburg
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Personaltransfer

Einbindung von Hochschulabgängern im Unternehmen - Potenzial für den Wissenstransfer

 

Entwicklungsvorhaben in Unternehmen bieten die Möglichkeit, neues Wissen ins Unternehmen hineinzutragen.

Besonders nachhaltig wird dieses Wissen verankert, wenn damit auch neue Personen z.B. aus Universitäten oder Hochschulen ins Unternehmen kommen, und neue Sichtweisen, neues technologisches Wissen und neue Arbeitsmethoden in den Unternehmensalltag hineinbringen. Schon im Rahmen einer Diplomarbeit können sich Unternehmen und Hochschulabgänger gegenseitig kennen lernen.

So schön es sich jedoch anhört - so einfach ist es nicht!

Für Hochschulabgänger ist der Unternehmensalltag häufig die erste wirkliche Konfrontation mit der Realität im Unternehmen. Schnell wird klar, dass die „großen Visionen“ so einfach nicht umzusetzen sind, schon gar nicht in den bestehenden Strukturen. Auf der anderen Seite beklagen Unternehmen häufig, dass die Neueinsteiger ein überhöhtes Bild von sich und ihrem Können haben. Was zunächst als hoch qualifiziertes Wissen von den Unternehmen eingekauft wurde, entpuppt sich ohne Umsetzungswissen der Wissensträger häufig als nur teilweise im Alltag anwendbar.

Das Ergebnis: Die Zusammenarbeit ist entweder wenig ertragreich oder eine vorzeitige, manchmal auch überstürzte Trennung führt schmerzlich vor Augen, wie viel Zeit man in die Einarbeitung gesteckt hat.

Im Rahmen von begleiteten Innovationsvorhaben im Bereich der Logistik haben wir für die Lösung dieses Problems folgendes festgestellt:

  1. Das häufig fehlende Projektmanagementwissen von Hochschulabgängern muss schon gleich zu Beginn gezielt, „on-the-job“ aufgebaut werden. Dadurch wird die Wirkung der Arbeit der Neueinsteiger erhöht. Das ist besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen wichtig, in denen die Neulinge schnell auf sich selbst gestellt sind und direkt mit Kunden zusammen arbeiten.
    Bewährt hat sich hier ein fester „Mentor“ oder „Mentorin“, der oder die in regelmäßigen Abständen das Vorgehen am konkreten Projekt zusammen mit dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin reflektiert.
  2. Das Unternehmen muss muss von Beginn an für den Studenten oder die Hochschulabgängerin Entwicklungsperspektiven im Unternehmen sichtbar machen. Was für routinierte Mitarbeiter häufig selbstverständlich und nicht hinterfragt ist, ist für die Neuen längst nicht klar. Gerade in kleineren Unternehmen muss diese Perspektive häufig auch erst zusammen mit der neuen Personalstelle erschaffen werden.
    Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter haben hier eine besondere Aufgabe: Außerhalb der Alltagsarbeit die Erfahrungen mit dem neuen Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin auswerten und gemeinsam mittel- und langfristige Ziele formulieren. Zu Beginn sollte das in kürzeren Abständen erfolgen (alle 6-8 Wochen) im weiteren Verlauf können sich die Abstände vergrößern (6-12 Monate). Besonders kritisch sind auf jeden Fall die ersten sechs Monate!

Verantwortlich für diese Seite:
Andrea Rohrberg, Projekt Profil - Technologie Stiftung Brandenburg, profil@ts-bb.de

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